300 Motorräder aus der Vorkriegszeit bei Ibbenbürener Veteranenrallye

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Bei der Veteranenrallye wird der gesamte Vorkriegs-Motorradbau repräsentiert. Foto: Mausolf-AMC/dpp-AutoReporter

Es ist 116 Jahre alt, und doch macht es sich am Pfingstsonntag auf zu einer 117 Kilometer langen Tour durch das Münsterland: Das Ariel-Dreirad von Adrie De Graaff aus den Niederlanden, gebaut 1898, ist es das älteste Fahrzeug bei der diesjährigen 34. Int. Ibbenbürener Motorrad-Veteranen-Rallye. Kaum jünger ist die Orient seines Landsmanns Remon Lanting, die 1901 in den USA gebaut wurde. Insgesamt 23 Vehikel des 304 Motorräder starken Feldes haben den 100. Geburtstag schon hinter sich. Weit über 90 Prozent der historischen Schätzchen stammen aus der Vorkriegszeit, sind also über 75 Jahre alt.

Die Traditionsrallye ist nach Informationen des ausrichtenden Automobilclubs Ibbenbüren e.V. im ADAC damit erneut die größte Veranstaltung ihrer Art in Europa, vermutlich sogar weltweit. Nirgendwo sonst sind an einem ganzen Wochenende mehr unterschiedliche Typen und auch Marken in Aktion zu erleben. In der Bergmannsstadt am Teutoburger Wald gehen knapp 100 Marken an den Start, die den gesamten Motorradbau der Vorkriegszeit repräsentieren.

Höhepunkt der Veteranenrallye ist der Gleichmäßigkeitslauf am Samstag, 7. Juni, ab 15 Uhr im Sportzentrum Ost in Ibbenbüren. Für einen Eintrittspreis von nur 3,50 Euro können die alten Schätzchen aus nächster Nähe bewundert werden. Im Preis enthalten ist bereits das aufwändige 48-seitige Oldtimer-Journal zur Rallye, in dem sich eine Liste aller Fahrzeuge aber auch viele spannende Geschichten finden. Dazu gehört ebenfalls ein Besuch im Fahrerlager mit der Möglichkeit zu unzähligen „Benzingesprächen".

Am Freitag und Samstag wird in einem Zelt zwischen Stadion und Fahrerlager eine Sonderausstellung mit Opel-Motorfahrrädern gezeigt. Mit ihnen versuchte Opel ab 1919 eine preisgünstige Motorisierung für den „kleinen Mann" anzubieten. Ein ganz besonders Exponat ist dabei eine Opel-Rennmaschine, die eigens aus dem Museum in Rüsselsheim des heutigen Autobauers nach Ibbenbüren gebracht wird. (dpp-AutoReporter)